Viele kleine Seiten mit vielen kleinen Worten…

… ergeben das Bild meines Vaters vor rund 30 Jahren. Neugierig, ungebändigt, voller Jugend.

Denn heute hab ich das Tagebuch meines Vaters gefunden. Eigentlich suchte ich nur Bilderrahmen, habe dann aber ein kleines, asiatisch angehauchtes Büchlein entdeckt, als wollte es genau das.

Seine Schrift ist schon genau wie sie heute ist, was mich sehr überrascht hat. Ich habe darin geblättert, was vielleicht unhöflich ist. Andererseits war darin zu lesen wie ein gutes Buch über einen Protagonisten zu lesen den man nicht kennt, der fiktiv ist. Er schrieb damals über drei Beziehungen, eine davon zu meiner Mutter, und seine Worte über sie sind voller Liebe. Wie er schreibt was er fühlt und denkt, darin erkenne ich viel von mir selbst wieder. Seine geheimsten Gedanken zu lesen war mir ein wenig unangenehm, aber er war damals ein anderer. Bevor er Mama kennengelernt hat.

Und heute… ist er noch ein bisschen der Junge, der in Liebeskummer versinkt und den Sinn des Lebens infrage stellt, für den Liebe das Zentrum des Lebens ist. Und doch ganz anders.

Und heute ist Vollmond, der wie ein Abflussrohr die Helle des Tages aufgesaugt hat. Und nun strahlt als linse der Tag durch ihn hindurch. Deswegen muss ich mich gleich auf den Balkon setzen und Musik hören und mir die

sen Mond angucken.

Es schleicht sich so ein Gefühl ein, dass ich mich überall daheim fühlen kann, wo ich den Mond sehen kann.

Das Bild sollte erst Hintergrund werden, aber es klappt nicht… aber der jetzige ist auch schön, genau das richtige Karma.

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