OK to Disconnect

Ahhh. Annas Blog zu lesen macht mich abenteuerlustig, ich will zurück und weitermachen wo ich aufgehört habe. Wann kann ich das Flugzeug nach Okinawa nehmen, Kyoto entdecken, mit Ishiyama san und Steve hiken gehen, in Shibuya’s bars feiern, über die (der?) japanische(n?) Grammatik verzweifeln, mit Livius Rad fahren, Zelten und schwimmen gehen, ans Meer fahren… Reis pflanzen, Komatsuna ernten, Hühner jagen und Schweine schubsen? Und die Berge sehen, egal wo ich hinschaue? Mit Junko san reden und Peter küssen und mit Hisa philosophieren und mit Akari san lachen? Mit Ami sensei Japanisch reden? Mikan essen und unter dem kotatsu aufwärmen?
Ahhh. Nicht, dass ich es hier nicht mag. Ich liebe es, Zeit mit meinen Freunden zu verbringen und ich freue mich  rieeesig auf Köln mit Annika. Deutsches Essen genießen und mich in der Sprache, die ich am besten beherrsche unterhalten und in meinem Bett aufwachen. Aber es ist nicht die richtige Zeit, ich gehör noch nicht hierher. Mein Kopf und mein Herz sind noch 9300 Kilometer entfernt und dort werden sie auch bleiben, bis der Rest von mir zurück ist. Es ist nicht so, dass ich hier unglücklich und dort immer nur glücklich war. Vor dem Erdbeben war es eher eine schwere Zeit und alles irgendwie anstrengend. Aber es ist trotzdem der Platz an den ich jetzt gehöre, und das Erdbeben und was danach passiert ist haben vieles von dem geklärt was mich gestört hat und vieles ist wie weggewischt oder ich weiß nun eine Antwort. Und was ich tun muss, endlich weiß ich was ich tun muss. Deswegen will ich zurück und weitermachen.
Aber solange ich hier bin will ich viel Zeit verbringen mit Annika, Kade, Andrea und mit Musik hören und Unis raussuchen und alles fertig machen für meine wirkliche Rückkehr. Die, für die ich vorbereitet sein werde und auf die ich mich freuen werde.
Aber ich bin auch dankbar, hier zu sein. Denn es zeigt mir, wie viele Freunde hinter mir stehen und mich unterstützen, was ich auch tue. Und dass es egal ist, wieviele Meilen zwischen uns sind, denn die Freundschaft ist immer noch da.
Also, Blick nach vorn gerichtet und nicht mehr schlafen. Wach sein und aufstehen und losgehen. Weiter machen.
Irgendwo in mir drinnen merke ich auch, dass ich hier heile, und wenn ich weiter an dem Ort wäre, an dem ich in mir eine tiefe Angst und Panik spüre, würde ich kaputt gehen. Also kann ich hier wieder aufatmen, mich wappnen und zurückgehen.

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One thought on “OK to Disconnect

  1. Hach, I like you being back at xanga ;D I remember how you always said things like “xanga is soo coool and the people here are sooo coool!” or “XANGSTAAAAR!” (dunno ;D)Hehe.<3

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